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Ehegattenunterhalt

Der Kindesunterhalt wird zum 1.1.2015 nicht erhöht. Eine Änderung ist jedoch im Laufe des Jahres zu erwarten.

Zum 1. Januar 2015 wird der für Unterhaltspflichtige in der „Düsseldorfer Tabelle“ zu berücksichtigende Selbstbehalt erhöht.

Unterhaltspflicht gegenüber Selbstbehalt bisher Selbstbehalt ab 2015
Kindern bis 21 Jahre (im Haushalt eines Elternteils und allgemeine Schulausbildung), Unterhaltspflichtiger erwerbstätig: 1.000 € 1.080 €
Kindern bis 21 Jahre (im Haushalt eines Elternteils und allgemeine Schulausbildung), Unterhaltspflichtiger nicht erwerbstätig: 800 € 880 €
anderen volljährigen Kindern: 1.200 € 1.300 €
Ehegatte oder betreuender Elternteil eines nichtehelichen Kindes: 1.100 € 1.200 €
Eltern: 1.600 € 1.800 €

Neue Düsseldorfer Tabelle ab 2013

 Ab dem 1. Januar 2013 gilt eine neue Düsseldorfer Tabelle.

Es wurden die Selbstbehaltssätze aber nicht der Kindesunterhalt erhöht.

Der notwendige Selbstbehalt wird

1) für Kinder bis zum 21. Lebensjahr

       bei erwerbstätigen Unterhaltsverpflichteten, von 950 € auf 1.000,  

         bei nicht erwerbstätigen Unterhaltsverpflichtete von 770 € auf 800 € erhöht.

2) Gegenüber volljährigen Kindern erhöht sich der Selbstbehalt von 1050 € auf 1.200 €.

3) Gegenüber Ehegatten bzw. Mutter / Vater eines nichtehelichen Kindes erhöht sich der Selbstbehalt von 1.050 € auf 1.100 €.

4) Gegenüber Eltern erhöht sich der Selbstbehalt von 1.500 € auf 1.600 €.

Düsseldorfer Tabelle 2013

 

Ehegattenunterhalt wegen Erwerbslosigkeit

Grundsätzlich muss sich der geschiedene Ehegatte eine Vollzeittätigkeit aufnehmen.

Der Unterhaltsanspruch wegen Erwerbslosigkeit nach § 1573 Abs. 2 BGB besteht nur solange, der geschiedene Ehegatte nach der Scheidung keine angemessene Erwerbstätigkeit finden kann.  Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist Voraussetzung für den Unterhaltsanspruch, dass sich der Ehegatte unter Einsatz aller zumutbaren Mittel nachhaltig bemüht haben muss, eine angemessene Tätigkeit zu finden.  Selbst wenn trotz ausreichender Bemühung keine Vollzeittätigkeit gefunden werden kann, muss der Unterhalt begehrende Ehegatte auch seine Bemühungen um eine Teilzeittätigkeit darlegen. Die Meldung beim Arbeitsamt genügt nicht.  BGH Urteil v. 18.1.2012- XII ZR 179/09

Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehegatten neben einem neuen Ehepartner

Nach der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs war die Dreiteilung der Unterhaltsansprüche vorzunehmen, wenn Unterhaltsansprüche sowohl des geschiedenen als auch des neuen Ehepartners bestanden. Diese Rechtsprechung hat das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt (BVerfG 25.1.2011). Nunmehr hat der BGH seine bisherige Praxis geändert (BGH vom 7.12.2011, Az. XII 151/09).

Jetzt ist nach den Rangverhältnissen der verschiedenen Unterhaltsansprüche nach § 1609 BGB zu unterscheiden.

1) Bei Vorrang der geschiedenen Ehefrau bemisst sich der Unterhaltsbedarf nach den ehelichen Verhältnissen.  Umstände, die erst nach der Scheidung eintreten und noch nicht in der Ehezeit angelegt waren, werden bei der Bedarfsermittlung des geschiedenen Ehepartners nicht berücksichtigt.  Dazu gehören nachehelich hinzukommende Unterhaltspflichten für einen neuen Ehepartners oder die Mutter eines nichtehelich geborenen Kindes. Die Berechnung hat auf der Basis der Steuerklasse I und unter Außerachtlassung von Steuervorteilen und  des Synergieeffektes zu erfolgen.

Im Mangelfall zwischen mehreren Ehepartnern hat der erste Ehepartner den Vorrang und die Ansprüche des 2. Ehepartners können auf Null  reduziert werden.

2) Bei Gleichrang der Unterhaltsansprüche nach § 1609 BGB ist der Bedarf des geschiedenen Ehepartners nach den ehelichen Lebensverhältnissen zu ermitteln. Anschließend hat die Prüfung der Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten zu erfolgen. In diesem Rahmen ist zu prüfen, ob unter Berücksichtigung auch seiner sonstigen Verpflichtungen den angemessenen Unterhalt wahrt. Maßstab ist der eheangemessene Selbstbehalt und nicht die Opfergrenze des Selbstbehaltes i.H.v. 1.050 €. Die Anwendung des § 1581 BGB erfordert somit eine Billigkeitsprüfung, da es nicht der gleichmäßigen Teilhabe an den ehelichen Lebensverhältnissen entspricht, wenn der geschiedene Ehepartner seinen Bedarf unter Berücksichtigung des Halbteilungsgrundsatzes ungeschmälert erhält, während der Unterhaltsverpflichtete aus seiner Hälfte den gleichrangigen 2. Ehepartner finanzieren muss.

Die Billigkeitsprüfung führt regelmäßig zu einer gleichmäßigen Kürzung bei allen in die Unterhaltsberechnung einzubeziehenden Erwachsenen und damit im Ergebnis zur Dreiteilungsmethode.

3) Ist der Unterhaltsanspruch des geschiedenen Partners nachrangig, ist ebenfalls die Dreiteilungsmethode anzuwenden, denn der Bedarf des 2. Ehepartners wird durch den Unterhaltsanspruch des geschiedenen Partners geprägt. Der 2. Ehepartner geht aber der 1. vor, sodass die Höhe des an sie zu zahlenden Unterhaltes davon abhängt, wie viel dem Unterhaltsverpflichteten nach Deckung des Bedarfs des 2. Ehepartners noch bleibt.

Eine Überprüfung der Unterhaltstitel könnte sich lohnen.

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